Nordseeinsel Föhr (Tanja & Frank)

Einleitung

Wir waren nun schon mehrere Male auf Föhr, und kaum eine unserer Seiten verliert so wenig an Aktualität wie diese. Wenn Sie einen verläßlich erholsamen Urlaub an frischer Meeresluft verbringen wollen, sind Sie aif Föhr absolut richtig.

Meine Hinweise aus dem 2004er Urlaub habe ich dann doch noch gleich mit eingearbeitet...

Wir kennen Föhr nur als Sommerferienort. Unsere folgenden Tips und Texte beruhen also nur auf Sommer-Erfahrungen. Auch Amrum-Freunde sollten mal über die eine oder andere Passage drüberfliegen, da z.B. die Anreise gleich ist, ...

Das Wetter

Auf den Nordseeinseln gibt es kein schlechtes Wetter – sondern nur die falsche Bekleidung.

Die 25 Grad, die in vielen Reiseführern als Höchsttemperatur angegeben sind, sind wohl Makulatur. 30 Grad werden im August 2004 auch hier schnell erreicht. Allerdings weht hier beständig eine angenehme Briese.

Diese lässt einen leicht die starke Sonneneinstrahlung vergessen - also rechtzeitig mit Sonnencreme einreiben und eine Kopfbedeckung gegen Sonnenstich nicht vergessen! Außerdem trocknet der salzige Wind den Körper stark aus, so dass man sich schnell wie ein Fisch auf dem Trockenen fühlt. Man sollte also möglichst etwas zu trinken dabei haben, wenn man nicht ständig in eines der vielen Bistros, Cafes oder Restaurants gehen will.

Reisezeiten

In meinen Notizen fand ich gerade "Nie wieder Hauptsaison, wenn es nicht unbedingt notwendig ist..." Ich hätte meine Reisetipps wohl vor der diesjährigen Urlaubsplanung selbst nochmal lesen sollen! Der Nachteil: Menschenhorden, dazu die ersten Schulklassen der Schullandheime der Bundesländer die schon wieder Schule haben. Der Vorteil: volles Programm. Jazz goes Föhr, Beach-Volleyball Cup, ...

Ein Bekannter schwärmte mir jedoch auch schon von den stillen, ruhigen Herbst- und Wintermonaten vor, wenn der Wind und die See etwas rauher sind und sich eine mitunter idyllische Ruhe einstellt. Kurz gesagt, im Sommer wird viel für die Gäste geboten, der Winter ist zum Ausruhen interessant.

Ganz ungeschickt ist jedoch der Oktober, da hier viele Föhrer Geschäftsleute und Gastronomen sich selbst von den Strapazen des Sommers erholen und geschlossen haben.

Essen und Trinken

Im Sommer lebt die Inselgastronomie von den Gästen. Das heißt zum einen, daß alles was irgendwie als Gaststätte oder Imbiß leben kann, geöffnet ist, um die unzähligen Inselgäste, die nur ein Zimmer auf der Insel haben, zu verköstigen.

Der Ansturm auf die Restaurants hat aber natürlich auch einige Folgen: Die Preise liegen, auch aufgrund der Tatsache, daß vieles vom Festland „importiert“ werden muß, etwas höher. Zum zweiten muß man gelegentlich mit Wartezeiten in den Restaurants rechnen, bis wieder ein Platz frei wird. Man sollte also etwas Zeit mitbringen und gegebenenfalls auch für die Kinder ein kleine Beschäftigung dabei haben.

Fisch-Esser kommen auf der Insel natürlich voll auf Ihre Kosten. Aber auch für die alltäglichen Geschmäcker ist auf Föhr alles vorhanden. Klassisch Deutsche Restaurants, mehrere Pizzerien, Imbiß-Restaurants, usw. lassen jedem die Auswahl. In dem uns begleitenden Reiseführer “Insel Föhr” von R. Hanewald (s. unten) werden alle Gaststätten kurz beschrieben und das deckt sich meist auch mit unseren Erfahrungen und Eindrücken. Der Föhr-Führer "Föhr alle" enthält eine Auflistung aller Restaurants, Bistros und Kneipen mit Adresse und Telefonnummer, leider ohne nähere Beschreibung.

Trotzdem mal eine kurze Einschätzung der von uns besuchten Lokale, wobei anzumerken ist, daß wir diesmal wirklich nur gute Erfahrungen gemacht haben:

"Godewind" Feldstr./Ecke Johannesstr., Wyk: Fisch- und Fleischspezialitäten, schon etwas gehoben was Preise, aber auch das Gebotene betrifft. Sehr gepflegt und lecker. (Fisch-/ Fleischgericht ca. 14-17 Euro). Platz gibt es hier reichlich (2 Nebenzimmer und große Terrasse).

"Pizzeria Rustica" Badestr./Ecke Rungholtstr. , Wyk: Pizza, Pasta & Salate. Alles kommt dampfend frisch zubereitet auf den Tisch. Entgegen der Meinung eines Reiseführers ist das Ambiente nach unserem Empfinden angenehm und die Küche ECHT italienisch.

"Akropolis II" Badestr.(zw. Am-Grünstreifen und Waldstr.), Wyk: Hauptsächlich sehr leckere echt-griechische Gerichte. Riesige Portionen zu sehr günstigem Preis. Für den Nicht-Griechen ist das „Umdekorieren“ der Beilagen zu einem einfachen Grillteller mit Pommes ohne Tsatsiki... ohne weiteres möglich. Grillplatte mit ca. 500g Fleisch gibt es für rd. 12 Euro, üppige Salatteller liegen bei etwa 8 Euro. Im Oktober ist geschlossen, sonst das ganze Jahr geöffnet.

"Midlumer Krog" Dörpstraat/Ecke Bi-de-Krog , Midlum: lt. eigener Werbung „Hausmannskost“ – für den hungrigen Hausmann. Große Portionen, frische Zutaten, angemessene Preise. Schon um 17:30 dort sein und/oder reservieren. Wartezeit einkalkulieren, bis ein Tisch frei wird (ca. 18:30 - 1 Stunde nachdem die Tische erstmals belegt wurden). Das Essen ist reichlich, die Qualität sehr gut, die Karte bietet laut eigener Beschreibung "Hausmannskost", sprich verschiedene Fleisch- und Fisch-Gerichte, Salate,... Die Preise sind inseltypisch gegenüber den Festlandpreisen etwas gehoben

"Luv un Lee" Ungewöhnliches aber gemütliches, ja heimeliges Ambiente. Wären da nicht die 7 Esstische (drei 2er, drei 4er und ein 6er Tisch) und die Theke sondern eine Schrankwand und ein Sofa, könnte es sich auch um ein gemütliches Wohnzimmer handeln. Halt wie zuhause im Esszimmer. Und so ist auch das Essen (aber NICHT das Mikrowellen-Fertiggericht !!!): Ohne Pomp und Rüschchen, dafür reichlich, preiswert und wirklich frisch. Die Karte ist knapp gehalten. Rumpsteak in verschiedenen Variationen, zwei drei weitere Fleischgerichte, sowie diverse Fischgerichte. Zusammengefasst gute lokale Hausmannskost. Wir wundern uns, warum wir nicht schon früher dort waren.

Essenszeit: Entgegen meiner ersten Vermutung, dass Familien mit Kindern VOR 19:00 Uhr ins Restaurant gehen, stellte sich heraus, dass man wohl davor Essen gehen sollte, wenn man einen ruhigen Tisch bekommen möchte.

Budget

Als Urlaubsinsel, die im Sommer ihren Umsatz für das ganze Jahr machen muß, ist Föhr wie all die anderen Urlaubsinseln etwas teurer als entlegene Festland-Ziele. Trotzdem ist Föhr noch einigermaßen erschwinglich. (Vor allem im direkten Vergleich zu unserem London-Urlaub). Neben Unterkunft und Verpflegung, sowie für Ausflüge sind dort kaum weitere Ausgaben notwendig, sofern man das Shopping in der großen Fußgängerzone unterdrücken kann.

Die Kurtaxe, die von den Touris bezahlt werden muß, liegt zw. 1,20 und 2,50 EUR pro Person und Tag.

Weitere Kosten, wie Fähre, Unterkunft, Ausflüge, etc. sind in den einzelnen Themenblöcken erwähnt.

Anreise und Fortbewegung auf der Insel

Im Prinzip ist alles möglich. Jedoch ist außer bei Anreise im Kleinflugzeug eine ca. einstündige Schiffsfahrt von Dagebüll nach Wyk unumgänglich. Nach Amrum sind es nochmal etwa 1 Stunde mehr.

Die Anreise per Bahn erfolgt im Regelfall per IC oder ICE nach Hamburg-Hauptbahnhof und von dort in der “Regionalbahn” bis Dagebüll Mole. Die “Regionalbahn” sind in der Regel IC-Waggons, die bis Niebüll an den IC nach Sylt angehängt sind. Die Zugfahrt ab Stuttgart dauert inkl. Schiffahrt ca. 9 1/2 Stunden.

Wichtige Bahn-Tipps: Mit dem ICE-Supersparpreis der Bahn ist z.Zt. die Reise an allen Tagen außer Freitag, Sonntag und an Feiertagen für 2 Personen recht günstig. Preise 2002: 191 EUR für Anreise aus Süddeutschland per ICE, zzgl. Reservierungen (ca. 25 EUR) und Kombi-Ticket NVAG-Bahn Niebüll-Dagebüll und Fähre nach Föhr rd. 30,-- EUR kommt man also auf etwa 250 EUR.

Was nicht jedes Reisebüro weiß: Sparpreise funktionieren nur bis Niebüll! Danach fährt der Zug auf einer NVAG-Privatstrecke weiter (www.nvag.com). Sie lösen mit dem Sparticket bis Niebüll und das Kombiticket (DB-Kennzeichnung: RFUE SEE) Niebüll-Wyk/Föhr, bzw. Wittdün/Amrum. Außerdem ist die Reservierung BIS DAGEBÜLL möglich (eigentlich: notwenig), auch wenn der Zug als Regionalbahn gekennzeichnet ist. Ab Niebüll werden die Waggons zu einem IC oder IR und werden an den Sylter Zug angekoppelt/abgekoppelt. Damit Sie im richtigen Waggon sitzen, muß das Ziel Dagebüll sein! Auch diverse Regional-Tickets (“Schönes-Wochenende-Ticket”, etc.) gelten zwischen Niebüll und Hamburg NICHT!

Die Anreise per Auto erfolgt in der Regel auch über Hamburg und dann die A23 Itzehoe/Heide/Husum/Dagebüll oder die A7 Neumünster/Rendsburg/Husum/ Dagebüll. Bei Bahn und Schiff sollte man sich gerade in der Hauptreisezeit über die Möglichkeiten von Reservierungen informieren.

Hinter Hamburg wird es in der Ferienzeit sowohl auf der A7, als auch auf der A23 eng. Sehen Sie zu, dass Sie rechtzeitig durch Hamburg durchkommen und hinter Hamburg mit einer guten Landkarte (max. 1:250.000) über Landstraßen bis Husum (?) fahren. Kurz vor Husum sollten Sie jedoch wieder auf die B5 damit sie über die Eider kommen. Wenn sich hier mal ein kurzer Stau bildet, ist vermutlich die Klappbrücke für ein Schiff offen. Da geht es dann aber recht schnell weiter. Ab Husum sind die Inseln dann auch schon angeschrieben.

Für die Fähre reservieren Sie bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei (www.wdr-wyk.de). Preise: PKW 49,-- bis 116,-- EUR je nach Größe für Hin- und Rückfahrt, jede Person 5,50 EUR pro Fahrt, Kinder 2,80 EUR.

Wer das Auto nicht mit auf die Insel nehmen will, für die Anreise jedoch auf das Auto angewiesen ist, besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug in Dagebüll abzustellen. Dort ist ein großer bewachter, aber auch kostenpflichtiger Parkplatz (4 - 6 EUR/Tag).

Auf der Insel können vor allem Erwachsene, die ohne Kinder reisen, getrost auf das Auto verzichten. Die Ausmaße der Insel sowie das milde Klima erlauben die Fortbewegung per Fahrrad. Außerdem sind die meisten Unterkünfte ohnehin im „Ballungsraum“ um Wyk herum. Lediglich die Strecke von einem Ende ans andere (Wyk-Utersum/Dunsum) ist für viele mit dem Fahrrad nicht ganz alltagstauglich. Zudem fährt aber auch halbstündlich ein Inselbus. Die Tageskarte kostet ca. 4,50 EUR.

Autofahren in Wyk: Auch wenn das Auto für die Wege zwischen den Inseldörfern ganz nett ist - in Wyk ist es nur lästig bis hin zum Horror. Knappe Parkplätze, VIELE Einbahnstraßen und 30er-Zonen mit Hindernis-Parcours sind die baulichen Spaßbremsen. Um in der "Innenstadt" voran zu kommen benötigt man genauste Kenntnisse der Verkehrsführung, denn sonst bleibt einem nur der Weg zurück auf die Umgehungsstraße und ein neuer Versuch von der Hafenseite her an sein Ziel zu kommen. Neben den baulichen Hindernissen muß man natürlich noch auf Scharen von Fußgängern und Radfahrern achten, die auf der Insel meist auch entgegen der Einbahnstraße fahren dürfen!!! Wer mit dem Auto anreist sollte außerdem bei der Buchung auf einen Parkplatz an der Unterkunft achten. Die schmalen Anliegerstraßen machen das freie Parken schwierig. Außerdem gibt es ein Nachtfahr-Verbot in einigen Bereichen.

Fahrräder können für ca. 15 EUR/Woche (25 EUR für 2 Wochen) auf der Insel gemietet werden. Die Mitnahme der eigenen Fahrräder sollte vorher gut überlegt werden, da die eigenen Drahtesel beim Transport ja auch ziemlich in Mitleidenschaft gezogen werden und außer bei starkem Gegenwind und am Deich kaum mehr als 1 bis 3 Gänge von Nöten sind.

Unterkunft

Ansprechpartner hierfür ist am besten die Kurverwaltung (Adresse & Tel. siehe “Infos”). Sie können aber auch im Internet unter www.foehr.de nach freien Unterkünften suchen. Unter „Gastgeber“ – „Suchen & Buchen“ können Sie sich Ihre Wunschunterkunft zusammenstellen. Die Verläßlichkeit der Verfügbarkeitsdaten der einzelnen Anbieter ist unterschiedlich. Von sehr zuverlässig bis weniger zuverlässig haben wir unsere Buchungsanfragen erlebt. Also erst feiern, wenn Sie Nachricht vom Vermieter haben. Alternative: Sie füttern eine Internet-Suchmaschine mit „Föhr +Ferienwohnung“. Dort erhalten Sie sehr viele Treffer, da anscheinend jeder Föhrer Hausbesitzer ein Zimmer zu vermieten und an langen Winterabenden viel Zeit für die Homepage hat.

Erfahrungen mit Vermietern: Sehr gute Erfahrungen haben wir mit der Vermieterin Anja Petersen (www.anja-petersen.de), als auch mit Christiane Eggeling (www.eggeling-foehr.de) gemacht. Beide vermieten mehrere Wohnungen (im Auftrag) und betreiben das sehr professionell. Die Buchung verlief unkompliziert und zuverlässig, die Wohnungen waren sauber und kleine Willkommenspräsente sowie ein kompletter Satz aktueller Touristik- Broschüren (Gezeiten- und Fahrplan/Ausflugs- und Veranstaltungsprogramme) erwarteten uns. Außerdem hatten beide schon bei der Rückmeldung, wann wir anreisen gefragt, was sie für uns einkaufen und in die Wohnung bringen sollen, was bei unserer Bahn-Anreise am Samstagabend sehr hilfreich war (Getränkekiste, etc.)

Buchungs-Tipps: Was Reisebüros als „Frühbucherrabatt“ verkaufen, bedeutet auf Föhr: Wer früh bucht, hat eine größere Auswahl und kann noch günstigere Unterkünfte finden. Das bringt den echten Preisvorteil. Besonders für die Sommerferien sollte man spätestens im März auf Suche begeben. Als erstes wird es bei den 2-3 Personen Unterkünften, sowie den günstigen Angeboten knapp. Große (4-6 Pers.) oder luxuriöse Ferienwohnungen sind auch noch später zu haben. Wenn man sich was gönnen will, gibt es dort echt tolle Wohnungen oder Häuser.

Preise in der Hauptsaison:

Privatzimmer in Wyk: zw. 34,-- und 40,-- EUR pro Person und Tag

Hotel/Pension in Wyk: zw. 50,-- und 150,-- EUR pro Person und Tag

Ferienwohnung in Wyk: zw. 40,-- und 100,-- EUR pro Wohnung und Tag

Saisonale Preisunterschiede gibt es hauptsächlich bei Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Privatzimmer kosten meist gleich.

Gepäck (insbes. bei Bahn-Reise)

Gerade bei der Anreise per Bahn stellt das Gepäck für 2-3 Wochen ein gewisses Problem dar. Es gibt in Wyk zwar Waschsalons oder es sind Münz-Waschmaschinen in der Ferienwohnung, aber man braucht doch einiges, oder man bekommt die Föhrer Einkäufe auf der Rückfahrt nicht mehr in den Koffer.

Die Deutsche Bahn wickelt innerhalb Deutschlands ihren Koffertransport (Kuriergepäck) über den Hermes-Versand (=>Privatkunden) ab. Daher: der Haus-zu-Haus-Service von Hermes: ca. 22,-- EUR für jedes Gepäckstück bis 30 kg/1,50 m Länge, inkl. Inselzuschlag. Sie können angeben, ob Vor- oder Nachmittags abgeholt und geliefert werden soll. Lieferzeit: 2-4 Tage. Abwicklung: Internet-Formular ausfüllen oder Anruf bei der Hermes Hotline-Nr. 01805 – 4884, die Abhol- und Lieferadresse bereithalten, sowie die Telefonnummern an beiden Orten für Rückfragen (am besten Handy!) und an den Tagen im abgesprochenen Zeitraum zuhause sein. (Unser Gepäck kam einen Tag früher und wurde im Treppenhaus hinterlassen. Also nicht gerade die Wertsachen reinpacken). Alternativ hierzu transportiert die Post ihren Koffer nur bis 20 kg als Paket für z.Zt. 9,90 EUR durch Deutschland auf die Insel. Damit sind aber nicht die 20 kg gemeint, die die Fluglinien akzeptieren ;-), sondern eben 20 kg. Abwicklung: Wie jedes Paket aufs Postamt bringen und dann auf die Lieferung warten. (Da wir mehr als 20 kg im Koffer hatten und wir auch den Koffer für den Rückweg nicht durch ganz Wyk zum Postamt bringen wollten – oder gar per Taxi – haben wir die Hermes-Variante gewählt.)

Es gibt auch einen Gepäck-Transport von Dagebüll nach Föhr, direkt an Ihr Ferienziel. Sie stellen dazu in Dagebüll bis zu 2 Koffer in einen Anhänger mit Schließfächern und bekommen dann das Gepäck ans Haus geliefert. Kosten pro Fach: 10,50 EUR einfache Fahrt. Mehr unter www.faehrgepaeck.de

Einkaufen

Das Einkaufszentrum ist gewachsen. Mo.-Sa. 9-20h, So. 10-13h, in der Innenstadt sind die Geschäfte ebenfalls am Sonntag offen. Das Sortiment der Supermärkte ist riesig und irgendwie umfangreicher als zuhause. Außer Spätzle haben wir alle möglichen regionalen und überregionalen Spezialitäten gefunden.

Sky-Markt und Lidl befinden sich kurz hinter dem Hafen im "Industriegebiet". Das Sortiment und die Ausmaße sind vor allem in Relation zum allgemeinen Insel-Maßstab riesig. Außerdem gibt es ausreichend Parkplätze. Der Edeka-Markt in der Nähe der Fußgängerzone hat uns gegenüber unseren Festland-Erfahrungen etwas enttäuscht.

Das "Industriegebiet" sollte man sich aber trotzdem mal genauer ansehen. Zahlreiche Tischlereien und Möbelhäuser, sind dort zu finden, die tolle Stilmöbel zeigen, die wohl in der ruhigen Winter-Jahreshälfte entstanden sind. Außerdem zwei kleine aber feine Bau-/ Heimwerkermärkte.

Versorgungsengpässe kommen aber auch gelegentlich mal vor. Einzig Lidl hatte wohl den Nachschub an "Nutella" richtig koordiniert. Die 400g-Gläser waren in allen andern Läden, inkl. Bäckereien und Drogeriemärkten, ausverkauft. Ich fürchtete schon eine Rückrufaktion.

Der "Inselkiosk" (Ecke Badestr./Große Str.) hat von 12:00 - 3:00 geöffnet. Da die Tankstellen in Autohäuser integriert sind und keinen Nacht-Service (außer Automat) haben, übernimmt der Insel-Kiosk die Neben-Aufgabe der "Tanke" auf dem Festland: Alles was man nach Ladenschluss noch brauchen kann verkaufen!

Internet-Zugang findet man unter anderem: Surf-n-Mail, Große Straße 23, ½ Stunde 2 Euro, 9-22h, 5-6 PCs am Münzautomat.

Service

Ein Grossteil der Insel verdient während der Sommer-Saison sein Jahreseinkommen. Daher nimmt man auf Wochenenden und Feierabend hier im Sommer keine Rücksicht. Dienst am Gast wird groß geschrieben, 24h/7 Tage. Öffnungszeiten nach Bedarf. Auch Lebensmittelmärkte haben am Sonntag 3 - 5 Stunden zwischen Vormittag und frühem Nachmittag geöffnet. An der Promenade sind die Geschäfte Sonntags fast wie an Wochentagen geöffnet. Die Lokale schließen abends zwischen 22:00 und 23:00.

Infos

Wie schon öfters erwähnt, finden Sie umfangreiche Informationen zu Ihrem Föhr-Aufenthalt unter www.foehr.de. Dort können Sie sich über die Insel informieren, Unterkünfte suchen und buchen, den Veranstaltungskalender einsehen sowie Bilder von der Insel ansehen und downloaden.

Auf die traditionelle Art erhalten Sie die Informationen von der Kurverwaltung und Zentrale Zimmervermittlung. Hafenstr. 23, 25938 Wyk. Tel. 04681/3040 (Mo-Fr. 8-18h, Sa./So. 9-18h)

Außerdem helfen Ihnen diverse Reiseführer, den Urlaub auf Föhr interessant zu gestalten und sich einzustimmen. Eine Liste mit Empfehlungen finden Sie am Ende der Seite.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Die Erkundung der Insel zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist neben dem Strandurlaub sicherlich mit die reizvollste Art, seinen Föhr-Urlaub zu verbringen. Mühlen, Vogelkoje, alte Seefahrer- Kirchen und -Friedhöfe sowie ein beeindruckender Sonnenuntergang am Westende der Insel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Gerade die alte Seefahrer-Geschichte ist in der Tradition sehr verwurzelt. Interessant ist hier natürlich das Friesenmuseum. Hier kann man sich auch den Wunsch nach einer außergewöhnlichen Hochzeit erfüllen. (Infos hierzu beim Standesamt Wyk) Für weitere Informationen stehen wir natürlich per Mail gerne zur Verfügung und möchten auf unsere Reiseführer-Liste verweisen, denen wir viele unserer Infos entnehmen.

Aktivitäten-Planung: Sowohl für das Freizeitprogramm, Kino als auch für "Medizinische" Anwendungen (Massagen,...) gilt: gleich ein Programm bzw. Informationen besorgen und am Urlaubsanfang planen und buchen. Auch wenn es schade ist, dass man seinen Urlaub auch noch frühzeitig verplanen muss, ist dies die einzige Möglichkeit wie man mehr als nur Strandspaziergänge unternehmen will. Und gerade wenn regnerische Tage angesagt sind sollte das Alternativprogramm rechtzeitig vorbereitet werden.

Bernstein: Neben "Uwe's Bernsteintruhe" als Shopping-Tip für Natur-Bernsteinschmuck gibt es mehrmals die Woche eine Info-Veranstaltung zu allem rund um den Bernstein (Eigenschaften, wo finden, was ist zur Sicherheit bei der Suche zu beachten, wie bearbeiten,...) mit anschließendem Einsteigerkurs und selbständigem bearbeiten von Bernstein zum eigenen Bernstein-Anhänger. (Beitrag 4,50/Kinder 3,50 Euro, Bernstein ca. 8-12 Euro)

Dort findet man sowohl Anfänger als auch zahlreiche "Wiederholungstäter" für die das Bernsteinschleifen einfach zum Föhr-Urlaub dazu gehört. Und gelegentlich wird Uwe auch als günstiges Kindermädchen "missbraucht", indem Kinder dort für 3 Stunden abgesetzt werden und sich die Eltern einen gemütlichen Abend in Kino... machen. Man muss aber schon darauf hinweisen, dass die 2 ½ - 3 Stunden ein gewisses "Sitzfleisch" erfordern, auch wenn der Vortrag noch so kurzweilig ist.

Zu einem Föhr-Urlaub gehören auch Ausflüge zu den Halligen und Nachbarinseln, besonders nach Amrum, Sylt und Helgoland, außerdem gibt es Exkursionen zu den Seehundbänken oder speziellen Seetierfangfahrten sowie Wattwanderungen nach Amrum oder Langeneß. Alle Zeiten und Preise der Ausflüge per Boot und Bus entnehmen die der Homepage der W.D.R. (www.wdr-wyk.de)

Amrum (www.amrum.de) ist von den Nachbarinseln die attraktivste, da sie sich in einem Tag per Fahrrad erkunden läßt und dabei noch ausreichend Zeit für einen ausgiebigen Strandbesuch am breiten Dünenstrand bleibt (Fähre Hin- und Zurück mit Fahrrad ca. 13,40 EUR). Auch der Weg von Wittdün nach Nebel entlang der Küste auf der „Föhrer“ Seite ist sehr entspannend. Ungeachtet dessen, daß Sylt eine sehr interessante Insel ist, ist sie für eine ausfühliche Erkundung in ein paar Stunden etwas groß. So läßt sich Sylt nur per Bus erkunden, was wohl weniger interessant ist. Auf Hallig Hooge ist eigentlich nicht viel zu sehen. Die alte Seefahrerkirche sowie die Hanswarft mit Museum, Königspesel und Gaststätten. Sollte man trotzdem EINMAL mitgemacht haben (Erw. ca. 9,20 EUR).

Helgoland (www.helgoland.de) ist zwar nicht mehr das Ziel für echte Butterfahrten, aber eben mit der deutschen Geschichte tief verbunden. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein wirklich seefester Magen. Mit der MS Adler Nordica kostet es etwa 26,-- EUR pro Person und dauert einfach ca. 3 3/4 Stunden bis Helgoland. Dann 3 Stunden Aufenthalt auf Helgoland. Die Alternative mit dem High-Speed-Katamaran Cat No. 1 (Details) gibt es ab Föhr/Amrum anscheinend nicht mehr, zumindest gibt es im Internet keine Fahrpläne mehr dafür. (?) Auf Helgoland gilt übrigens immer noch die Mehrwertsteuerfreiheit und die dazu gehörigen Zollbestimmungen.

Den Veranstaltungskalender finden Sie unter www.foehr.de „Was ist los“ – „Veranstaltungen“.

Märkte sind die traditionelle Art des Shopping. Hier gibt es den wöchentlichen Fischmarkt am Sonntag in Wyk, sowie Donnerstags von 10-12 den Handwerker-/Wochenmarkt in Oevenum. Platzangst sollten Sie jedoch angesichts der Menschenmassen dort nicht haben. Handwerklich kann man sich auch bei schlechtem Wetter betätigen. Töpferabend und Bernsteinschleifen sind Beispiele dafür. Auch Teddybärnähen und Basteln mit Holz gehören dazu (Dieses Jahr: Tigerente zum Ziehen und Tigerenten-Garderobe). Und im Wyker Inselkino kann man sich die Filme ansehen, die man vor ein paar Wochen wegen des Arbeitsstreß zuhause verpaßt hat. Es hat 2 Vorführsäle und es laufen täglich 8 verschiedene Filme, die 2mal wöchentlich gewechselt werden. Wenn das Meer nun doch schon mal zu kalt sein sollte, muß man trotzdem die Badehose nicht gleich unbenutzt wieder mit nach Hause nehmen. Das Inselbad ist vor allem mit seiner Rutschbahn für Familien interessant. Auch sonst kann man sich auf Föhr sportlich sehr aktiv betätigen. Reiten (in Alkersum), Angeln (in der Nordsee oder in den Utersumer Gemeindeteichen), Segeln und Surfen (auch allerlei Kurse für Neu-Interessenten) und natürlich auch Golfen.

Reise- und Kulturführer

Wir haben für die Inseln nur einen Reiseführer, der uns bisher sehr gut weitergeholfen hat:

"Insel Föhr" von Roland Hanewald, Reise-Know-How-Verlag, Bielefeld (ISBN 3-89416-721-1). Die 2000er-Ausgabe haben wir eben neu erstanden. Auf 200 Seiten (!) finden Sie alles, was es über Föhr zu wissen gibt. Etwas Geschichte, einiges über die Natur der Insel und sehr viele hilfreiche und ausführliche Infos, was Sie beachten sollten und wie Sie Ihren Urlaub attraktiv gestalten können. Auch für uns waren wieder neue Informationen dabei, die wir so noch nicht kannten. (ca. 10,-- EUR)

"dtv MERIAN Reiseführer Sylt Amrum Föhr" von Gisela Buddée, Gräfe und Unzer Verlag, München (ISBN 3-423-37007-6). Wir haben noch die 1995er Erstausgabe. 26 Seiten Föhr führen kurz durch die Eigenheiten von Föhr und dann durch die Ortschaften der Insel mit ihren Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten. 24 Seiten Ausflüge mit Halligen und Helgoland. 16 Seiten touristische Informationen zu Anreise, usw. auf die Nordfriesischen Inseln helfen bei der Planung. Außerdem sind da noch 46 Seiten Historie, 73 Seiten Sylt und 23 Seiten Amrum und machen es zum Allround-Buch für die Nordfriesischen Inseln. (ca. 10,-- bis 15,-- EUR)


Hier noch ein Link zu weiteren Föhrer Homepages:


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